ASS Imun?

27. April 2009

23 Jahre meines Lebens habe ich nie (und damit meine ich wirklich NIEMALS!) eine Kopfschmerztablette genommen.

Die Gründe waren eine Mischung aus persönlicher Überzeugung, das fehlen von Kopfschmerzen überhaupt und dem Misstrauen gegenüber der Pharmaindustrie. Ich war mir immer ganz sicher, dass wer einmal damit anfängt schon bald jedesmal zur Tablette greift, wenn die Synapsen mal druck machen.

Außerdem hielt ich es für selbstverschuldet, wenn ich denn mal Kopfschmerzen vom übermäßigen Alkoholkonsum hatte (aus anderen Gründen habe ich noch nie welche gehabt), und beschloß mit dem Schmerz leben zu müssen. Quasi als Selbstkasteiung.

Ich weiß garnicht ob das bezeichnend ist, für jemanden der aus der Stadt kommt, die Aspirin einst erfand. Ich weiß nur, dass ich mit meiner Vermutung recht hatte.

Letzte Woche habe ich zum ersten mal eine solche Tablette genommen. Um die Überreste eines Katers zu verscheuchen und direkt am selben Tag problemlos das ein oder andere Bier extra trinken zu können.

Als nach 4h meine typischen Kater Kopfschmerzen immer noch nicht weg waren, habe ich mir direkt einmal die volle Dröhnung geben lassen. Gute alte 500er.

Auch davon ist es nicht besser geworden.

Nun hab ich mir gedacht, es wäre garnicht so schlimm sich gelegentlich die Kopfschmerzen nach dem trinken wegzublasen. Einzig und allein dafür nicht einen kompletten Tag mit Schmerzen und schlechter Stimmung zu verlieren.

Gestern habe ich wieder eine genommen. Paracetamol 500.

Der Anlaß war icht unbedingt notwendig, aber ich wollte es wissen. Hilft es oder hilft es nicht?

Nach drei Stunden schließlich ließen die Kopfschmerzen leicht nach, allerdings habe ich in der Zeit auch ca. 1,5 Liter Wasser getrunken – zusätzlich zu dem Überhaupt sehr hohen Wasserverbrauch meinerseits nach feucht-fröhlichen Abenden.

Jetzt stell ich mir natürlich einige Fragen: Dauert es immer so lange bis die Dinger wirken? Habe ich in den letzten 23 Jahren eine Immunität gegen Acetylsalicylsäure oder die anderen Wirkstoffe entwickelt? Ist es gar, dass mein Körper die Stoffe nicht kennt und nicht annimmt? Muss ich mich erst mit ordentlichen Kopfschmerzen (regelmäßig) und dem dementsprechenden Heilmitteln zuhauen?

Das käme einer Alkohol- und Benzoabhängigkeit gleich. Gerne würde ich diesen Schritt so lang wie möglich vor mir herschieben, falls er denn überhaupt nötig sein sollte.

Vielleicht sollte ich einfach zum status quo von vorletzter Woche zurückkehren. Keine Kopfscherztabletten mehr.

Eine Antwort to “ASS Imun?”

  1. gringogrossmann said

    Es gibt 17 verschiedene Arten von Kopfschmerzen.
    Ich wollt’s nur mal gesagt haben.

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