Der elfte September 2001 ist das Kennedyattentat unserer Generation.

11. September 2009

Lange Blogeintragüberschriften ziehen immer. Sieht auch toll aus, wenn man Leuten die Url schickt.

Was ich sagen wollte steht auch schon komplett in der Überschrift. Unfassbar, dass das jetzt schon wieder ein Jahr länger her ist. Unfassbar, dass Deutschland deswegen bald seit 10 Jahren in Afghanistan Krieg führt Frieden missioniert. Unfassbar, dass die VS von A deswegen präventiv Irak befriedete zwangsdemokratisierte.

Unfassbar welche Konsequenzen dieser Tag hatte und immer noch hat.

Zwei Präventivkriege, Abu Graipefruitsaft, Guantanamo, Patriot Act (wem wird auch schlecht, allein wegen des Namens?), London, Madrid, Saarland,  Einschränkung der persönlichen Freiheiten – auch in Deutschland, Steigerung der Überwachung der Bürger in viel zu vielen Formen, tausende Dinge mehr und vor allem diese ständige Angst vor Anschlägen, immer, überall jederzeit. Wem geht es nicht auch so? Blutstau im Gehirn, Hitzewallungen und Herzrasen beim Anblick eines südländisch erscheinenden, allzu bärtigem Mitmenschen.

Hoffentlich sprengen sie den M29er nicht, wenn ich von der Arbeit nach Hause fahre. Immer schön ganz vorne, oder hinten in die Bahn steigen, schließlich sprengen die sich meist in der Mitte hoch. Erstmal jeden und alle unter Generalverdacht haben.

Seltsamerweise mach ich mir mehr Gedanken über Pläne was ich bei der drohenden Zombieapokalypse tun muss, als über Terroranschläge auf deutschem Boden.

Maybe I’m just an optimist. Or simply stupid.

Dennoch, bei all dem Ärger über die staatlich verordnete Panik vor Anschlägen, war, ist und bleibt der elfte September 2001 ein „Kollektivtrauma“. Ich glaube ich habe an diesem Tag zum ersten mal wegen einer Nachrichtensendung geweint (und zugegebenermaßen als erste Reaktion in meinem brodelndem Antiamerikanismus laut gelacht. Bis die Bilder der Menschen gesendet wurden, die einen Sprung aus hunderten Meter Höhe dem Flammentod vorzogen.).

Scheiße all das. Scheiße was passiert ist und scheiße wozu das geführt hat.

Und irgendwie immer noch das, was ich dachte als sich der Inhalt der Botschaft, die an diesem Tag an unsere ach so heile westliche Zivilisation gesendet wurde, gesetzt hatte.

Unfassbar.

Und um auf die anfängliche These zurückzukommen: Wo warst du, als die Türme fielen?
P.S.: Wer morgen in Berlin ist, oder in dieser wunderbaren Stadt lebt hat ganz sicher was zu tun. Hingehen. Auf jeden Fall!!

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