Bankenkrise?

27. April 2010

Scheißegal. Das einzige Ärgernis besteht darin, dass ich kein Fotohandy besitze.

@JosephNeuys

Eat the rich..

5. April 2010

Long time no see, internets!

Zurück von den Toten und als kleiner Motivationseinstieg direkt mal ein tolles Flickr Set von TrustoCorp’s. Nice!

Update: Arrgh! Von wegen Originalität und motivierender Wiedereinstieg. Zwei Minuten nach dem Post bei Nerdcore drüber gestolpert. Der Mann ist einfach zu schnell, zu versiert und zu sehr mit dem Netz verkabelt. Well, well, well..

Dritter Tag: Sonntag 14.02.2010

I I WANT TO WHISTLE, I WHISTLE – SHUTTER ISLAND – SEX&DRUGS&ROCK&ROLL – EXIT TROUGH THE GIFT SHOP

Was für ein Tag. Grob 410 Minuten Nettozeit im Kinosaal und mindestens zwei sehr gute Film.

IF I WANT TO WHISTLE, I WHISTLE (Florin Serban)

Mein zweiter rumänischer Film und nach PORTRAIT OF THE FIGHTER AS A YOUNG MAN konnte es nur normaler/eingängiger/einfacher und friedlicher werden. Das war schonmal eine gute Vorraussetzung für den frühen Sonntagmorgen.

Der Film handelt vom jungen Knasti Silviu, der seine Zeit bald abgessen hat und plötzlich erfährt, dass seine lange abwesende Mutter zurückgekommen ist um Silvius kleinen Bruder mit zu sich nach Italien zu nehmen. Silviu, der seinen kleinen Bruder im Alleingang erzogen hat will das nicht zulasse, ist aber aufgrund seiner Inhaftierung relativ machtlos etwas dagegen zu unternehmen. Trotzdem wird er aktiv..

Der Darsteller des Silviu ist keine schlechte Wahl gewesen und die Inszenierung macht es  sehr einfach seine Handlungen nachzuvollziehen und sich größtenteils mit ihm zu identifizieren, die Nebendarsteller sind ebenfalls gut gewählt. Eine gewisse Seriösität bekommt der Film auch dadurch, dass viele Darsteller wirklich im Jugendknast sitzen.  Es macht die Geschichte und die Geschehnisse glaubhafter (Nein, glaubhaft ist sie so oder so, ich glaube das Wort was ich suchte geht in Richtung realer/natürlicher (selbst-verständlicher?)) – wäre vermutlich aber auch nicht unbedingt nötig gewesen.

Die Geschichte entwickelt sich langsam und nachvollziehbar, die Kameraarbeit ist in manchen Aufnahmen mit der Steadycam etwas zu wackelig (aber nach allem was ich so in den letzten Jahren gesehen habe scheint dass ja nichts schlechtes zu sein) und man bekommt einen guten Film aufgetischt, der sich wohl am besten in die Kategorie „junges europäisches Autorenkino“ eingliedern lässt.

Fans vom Autorenkino sei der Film empfohlen, jeder der Filme zur puren Unterhaltung betrachtet wird hiermit sicherlich nicht glücklich werden.

SHUTTER ISLAND (Martin Scorsese)

Große Namen, große Erwartungen. Wie bei Polanski bin ich auch in den neuen Scorsese mit einer hohen Erwartungshaltung gegangen, ich setze gute Dramaturgie, schöne Bildinszenierung, passenden, nahezu perfekten Einsatz des Soundtracks und natürlich eine gute Darstellerinszenierung quasi per se vorraus (wobei die großen Namen natürlich ihren Teil dazu beitragen, dass ich ebenfalls von guten Darstellerleistungen ausgehe!), so dass mich meine Erwartungshaltung schonmal groß enttäuschen kann.

(Wie damals, wisst ihr noch – dieser Star Wars Animationsfilm mit Ewan McGregor und Liam Nesson?

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Zweiter Tag: Samstag 13.02.2010

HOWL – THE GHOSTWRITER – PORTRAIT OF THE FIGHTER AS A YOUNG MAN

Wie jeden Tag in meinem Leben seit dem 12.02.2010 (ich erinnere mich noch ganz genau!) stehe ich zu früh auf, trapse schlaftrunken zum Potsdamer Platz und warte darauf um 8:30 Uhr meine Karten entgegen zu nehmen. Wie sich heute im Büroflurfunk herrausstellt (ich hatte da soetwas vermutet, aber nie wirklich drüber nachgedacht) kriegt man als einer der ersten Anwesenden immer die Premierenkarten, was auch erklärt, dass ständig vor und nach den Filmen mit Mitgliedern der Crew und Machern geredet wird. Nunja, wie schon vorher angedeutet ist mein Verstand momentan nur auf die Verarbeitung und Aufnahme der Celluloidbilder auf der Leinwand eingestellt, da kann einem soetwas schonmal entgehen.

Heute schreibe ich also über „HOWL“, eine Hommage an Alan Ginsbergs gleichnamiges Gedicht (eigentlich eher den ganzen Gedichtband), Polanskis neuen Film „THE GHOST WRITER“ und den rumänischen Film „PORTRAIT OF THE FIGHTER AS A YOUNG MAN“ über Kämpfer im anti-kommunistischen Widerstand der 40er und 50er Jahre.

Eigentlich wollte ich noch David Sievekings Film „DAVID WANTS TO FLY“ sehen, der Überschnitt sich aber mit dem „PORTRAIT OF A FIGHTER AS A YOUNG MAN“, was die Berlinale Leute nicht abhielt mir eine Karte für beide Filme zu geben. Nun denn, auf geht’s!

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Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich auf einem wirklich namhaftem Filmfestival akkreditiert und besuche seit Freitag wie ein Besessener die Lichtspielhäuser der Hauptstadt um 1. alles zu sehen was mir wichtig erscheint und in meinen Zeitplan passt und 2. natürlich die Kohle die ich rausgehauen habe wieder reinzukriegen (im übertragenen Sinne – mit Akkreditierung und mehr als 10 Filmen sollte das schnell machbar sein..). Die Liebe zum Kino spielt glaube ich auch eine nicht zu unterschätzende Rolle*.

Geschafft habe ich seit Freitag 9 von 10 Filmen die ich mir vorgenommen habe. Seltsamerweise bekam ich Karten für zwei Vorführungen die sich sehr grob um mehr als eine Stunde überschnitten – ich dachte das wäre dank des elektronischen Ausgabesystems nicht möglich – so dass ich auf einen Film verzichten musste. Was aber aufgrund der Quantität und des Schlafdefizits eher von Vorteil war.

Nunja – seit Freitag geht mir also der Gedanke durch den Kopf über die Filme zu schreiben, die ich sah, was ich aber bis heute zeitlich ziemlich gut ausschließen konnte. Ich werde versuchen über jeden Film, den ich gesehen habe zu schreiben – vielleicht ist da draußen ja nur eine einzige Person, die es lesen will und selbst wenn nicht: Ich studiere den Scheiß – irgendwann muss ich anfangen es aufzuschreiben.

Also folgt mir auf meiner Reise durch das Programm der Berlinale 2010.

Beginnen wir mit Freitag und den Filmen Tuan Yuan sowie My Name Is Khan:

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Amplified domestication.

5. Februar 2010

Jahrelang beschäftige ich mich nun mit den Wundern der Evolution, meist bleibt bei mir ein fader Beigeschmack im Mund zurück, der sich nur durch mein mangelndes Fachwissen und fehlendes Verständnis erklären lässt – aber im großen und ganzen bin ich ein großer Fan. Ich kann garnicht anders. Bevor ich darüber nachdenke, dass eine einzelne Gestalt den ganzen Kram hier innerhalb von kürzester Zeit mal eben so schwuppsdiwupps hingezaubert hat, nur weil diese Manifestierung von whatever das gerade so wollte, glaub ich eher Herrn D. aus E., der das ganze ja auch relativ einleuchteng auf den Punkt gebracht hat. Spricht alles dafür würd ich mal sagen..

Aber es gibt da doch eine Frage die mir seit langem auf den Nägeln brennt:

Vor ca. 10.000 Jahren kam der Mensch auf die lustige, muntere Idee sich seinen größten und ärgsten Feind, den Wolf, mit einem kitzekleinem Schnippchen zum Mitstreiter zu machen. Dazu wurden einfach Wolfsjungen von den Eltern getrennt (fragt nicht wie!) und unter der Fuchtel des Menschen aufgezogen (so sagt man). Das ganze hat man dann ein paar Jahrtausende gemacht und nach relativ kurzer Zeit kontrollierter Auslese hatte man plötzlich den besten Freund des Menschen. Klingt einleuchtend und hat auch recht gut funktioniert.

Aber (wieder dieses aber): Der Hund ist doch relativ eingeschränkt in dieser Multioptionsgesellschaft. Wo er früher und auch heute noch als guter Kamerad für die Jagd, die Viehzucht, das bewachen von Besitz (so ein Blödsinn!) gut war, hat er doch erhebliche Defizite in anderen sozialen – ich sag mal zwischenmenschlichen – Bereichen. Das können wir dem Tier wohl auch nicht mehr zusätzlich antrainieren. Vielleicht noch die ein oder andere Verbesserung in den nächsten paar tausend Jahren – falls wir es denn so lange schaffen, aber ansonsten seh ich das Potential doch eher nah an der Erschöpfung. Was mich zu meinem eigentlichem Punkt bringt:

Wären wir vor 10000 Jahren in etwas anderen Gefilden unterwegs gewesen und hätten ein etwas zukunftorientierteres Denken an den Tag gelegt hätten wir uns nicht für Hunde entschieden sondern für:

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So ihr lieben kleinen Leserbienchen, es gibt tolle Neuigkeiten! Im Rahmen meiner totalen Web 2.0 Sozialisierung mache ich jetzt überall mit wo man sich kostenfrei anmelden kann. Außer vielleicht flickr, lokalisten, studivz, und dem ganzen anderem Mist.

Was ich sagen will: seit ein paar Monaten (oder einem) tratsch ich völlig unwichtiges, scheinbar geistreiches und hochwertigste 140 Zeichen Literaturnobelpreisverdächtige Nachrichten in die Welten des Web 2.0 – guckste hier: JosephNeuys.

Seit einer spontanen Eingebung vor ungefähr einer Stunde und prokrastinationsechnischen Zwecken und selbstredend den dafür vorrausgesetzten Selbstdarstellungsgründen gibt es mich und einige kleine Fotografien, die ich entweder gefunden habe (some, more or less), oder selbst (Schwerpunkt!) erstellt habe (mit den diversen Analogkameras die sich in meinem Besitz finden) im Netz zu finden (aktuell sogar noch unter richtigem Namen (Stand 25.01.2010 – 18:48h – huijuijuijuijuui!!) auch hier gilt: folgen, weiterverbreiten, faven und was man sonst noch so macht um sich digitale Props zuzuschreiben.

Ich danke für die Aufmerksamkeit. Weitermachen!

Mobiltelephobie.

20. Januar 2010

Mein aktuelles Mobiltelefon ist ziemlich Schrott. Der Joystick, lässt sich nur noch in drei von vormals vier möglichen Richtungen bewegen, so dass das öffnen meines Telefonbuchs oder das Lesen einer einfachen SMS länger als 80 Zeichen zu einem kleinen Abenteuer wird. Zusätzlich versagen seit geraumer Zeit * und # Taste ihre Dienste, was für Siemens Mobiltelefone schlicht und einfach ziemlich ungünstig ist.

Aber was solls, sag ich mir. Schließlich muss man nicht immer unbedingt die Tastensperre aktivieren oder gar noch lösen und der Glaube, dass es Momente gibt in denen man sein tragbares Kommunikationsgerät gerne lautlos hätte ist sowas von pre nine-eleven. So trage ich also ein Telefon mit mir herum, dass in seiner Eingeschränktheit beinah nicht zu überbieten ist, aber bin zu geizig als konvertierter Prepaid Kunde Unsummen für ein neues Telefon auszugeben. Vor allem, da ich selten mehr als 15€ im Monat vertelefoniere.

Wenn es denn ein Gerät gäbe, mit dem ich sehr stark liebäugel und bereit wäre eine (für meine Verhältnisse) horrende Summe zu zahlen, wäre es wohl das hier:

(Nach der trüben Selbstdarstellung wird es ab 0:47 sehr interessant. Nur Geduld.)

direktxphone

Erfahrungsberichte irgendwer?

via meinem Mitbewohner – der vielleicht sein blog wieder aktiviert und die Menschheit mit köstlichsten Neuigkeiten überschüttet. Das nötige Mitteilungsbedürfnis dafür hat er.
Und ja, hat vermutlich jeder schon gesehen. Nur ich nicht. Bisher. Der erste Kommentar mit „alt!!11elf“ gewinnt einen freundschaftlichen Schulterklaps und zwei Gläser Leitungswasser aus meiner Wohnung. (Nur Selbstabholer!)

The Estonians.

12. Januar 2010

Gründe für das Internet No. 19560423drölfzig: Simpsons Intro Mash-Ups und Coverversionen. Heute: Estland.

direktEstonians

oder: Sachen, die ich immer schon mal machen wollte, mich aber Aufgrund meiner humanistischen Erziehung, gesellschaftlicher Anpassung, Kants kategorischem Imperativ und Gründen des Anstands nicht traue.

Nach einem One-Night-Stand warten bis die Dame neben einem eingeschlafen ist, seine Hand auf ihren Mund legen bis sie aufwacht, dann leicht den Druck erhöhen –  so dass ihr klar wird, dass es einem nicht um Schnarchunterdrückung geht –  ihr in die Augen schauen und ein ruhiges „Shhhh“ von sich geben, gefolgt von einem geflüstertem: „So ist es besser für beide von uns.“

Und genau bis dahin wäre das sicherlich ein Brüller.