Ein Kinderzimmer

Just in diesem Moment klingt der letzte Akkord der Schallplatte aus meinen Boxen und das Geräusch, dass die Kinderzimmer Productions auf ihrem Track „Atmosphere“ der Scheibe „Im Auftrag ewiger Jugend und Glückseligkeit“ in einem wunderbaren Loop von 8:18 Minuten Länge aufs Vinyl pressten klingt durch mein Zimmer. Herrlich!

Erwähnte Platte habe ich vor zwei Wochen vorbestellt, Freitag kam sie an, heute holte ich sie ab und jetzt ist heavy rotation angesagt. Das letzte Album der Herren von Holtum und Klammt, a.k.a. Textor und Quasi Modo, a.k.a. Kinderzimmer Productions, Deutschlands innovativster Hip Hop Act überhaupt. Und Nein, darüber kann man nicht diskutieren, denn „ich steck bis zum Hals drin und ich hör‘ nur so ’nen Scheiß!“

Lange habe ich gebraucht um den Verlust zu überwinden und bis Heute kann ich nicht genau sagen, warum ich am 26. April 2008 nicht in Dortmund im Konzerhaus saß. Vielleicht weil ich in Berlin rumhing, meiner Arbeit nachging und finanziell gerade so unabhängig und überschuldet war wie das Bundesland in dem zu leben ich vor drei Jahren beschloß (Kein Ding, da wo ich herkomm ist es noch schlimmer, quasi nen Glücksgriff mit Berlin.. hrhr..). Im Nachhinen auf jeden Fall sehr schade.

Nicht schade ist allerdings, dass die beiden Jungens aus dem Kinderzimmer das komplette Konzert aufgenommen haben, auf Vinyl pressen ließen (1000 Stück, so sagt man), eine CD beilegten, Eberhard Spohd ein tolles Requiem schreiben ließen, das ganze „Over and Out“ betitelten und dann in die Läden stellten. Zwei davon gehören jetzt mir (Yes, Vinyl ist mein Bank!) und jedem der nur etwas mit deutschprachigem Rap anfangen kann sollte schnellstmöglich gucken, dass er sich diese Scheibe in seine Sammlung holt. Weil das ganz groß ist. Wirklich!

1. Ersteinmal sind das Kinderzimmer Productions. Wem das nichts sagt der sollte ganz dringend Bildungslücken schließen.

2. Ist das Konzert „Unplugged“. Was sich ersteinmal ganz gut anhört, dann stutzen lässt und schließlich den Leser und Hörer und Mitdenker mit der Frage allein lässt: Wie zur Hölle kann man Wheels of Steel unplugged live präsentieren? Wie solch eine samplewütige Crew auch nur annähernd gerecht auf die Bühne bringen? Die Antwort weiß ich auch nicht, bzw. kann dem Talent der Musiker nicht gerecht werden, wenn ich jetzt sage: machen sie garnicht also nicht hundertprozentig. Die Turntables haben Strom, sind aber auch das einzige (abgesehen der Mikrophone) dass die Bedingungen für ein unplugged Konzert leicht erweitern. Der Rest ist wirklich alles live und selbstgebastet. Da reißen sich dann Textor, Das Tier, und alle anderen krass den Arsch auf um die Lieder in Originalton wiederzugeben, was man auch hört. Und das macht jede Menge Spaß. Nicht nur den Musikern, auch dem geneigtem Zuhörer und natürlich den wenigen Gästen im Konzerthaus an diesem geschichtsträchtigem 26. April 2008.

3. Wirklich. Ganz groß. Sauberer satter Sound, eine sehr gute Auswahl von Liedern, so dass sich alle Musiker, DER DJ und die beiden Backup Rapper ganz schön ins Zeug legen müssen und trotzdem jeder sein Talent ausreichend präsentieren kann. Und davon gab es bei diesem Konzert einiges auf der Bühne.

4. Junge, junge. Wirklich. Selten so über ein neues Album gefreut. Und dazu gibts das alles noch auf CD, so dass die Heavy Rotation auf meinem täglichen Weg durch Deutschlands Hauptstadt weitergehen kann. Jes, jes, jes.

„Warum muss es eigentlich immer Berlin sein?“

Das wars mit der Werbung. Kaufen. Over and out.

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Keeeksee!

20. Oktober 2009

Keeekkssseeee!!!

Weihnachtszeit, Kekszeit. Ausnahmsweise gibt es hier und heute mal ein wenig Werbung.

Da wir von amplifiedscience (zumindest ich) Werbung verachten und es ohnehin fast kein Produkt auf diesem Planeten gibt, für welches zu werben sich lohnt (außer vielleicht Jack Wolfskin.. Haha, just kidding.) ist dies hier eine ganz, gaanz, gaaanz besondere Ausnahme. Aber: da Familie beteiligt ist und überhaupt die Idee so toll wie einzigartig ist, darf und mach ich das.

In der schönen Hauptstadt der Bundesrepublik des deutschen Landes (kleiner Tipp: Berlin), gibt es seit zwei Wochen einen Keksautomaten namens Cookies zu bestaunen. Wenn man ihn mit Geld füttert, wirft er ein handliches kleines Paket mit frischen Keksen aus, die täglich frisch in der Keksbäckerei gebacken werden, vor der er steht. Klingt toll nicht? Gerade jetzt so kurz vor Weihnachten.. 😛

Am besten schaut ihr euch das bahnbrechende Werbevideo dazu an.

direktcookies

Wer also in der Hauptstadt unterwegs ist, Appetit auf Kekse verspüren sollte, ja der sollte da mal vorbeilaufen. Die machen wirklich richtig gute, köstliche Kekse. Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, durch direkte Verwandschaft zu einer der Keksbäckerin komme ich regelmäßig in den Genuss die Auschschussware zu vernichten, und ich sag‘ euch: wenn die echten Kekse* auch nur ein klitzekleines bißchen besser sein sollten: Alter Finne! KÖSTLICH! Ich sags ja..

Natürlich müsst ihr euer kostbar gespartes und hart verdientes Geld nicht in den Automaten schieben, man kann auch im Laden selbst Kekse (soweit ich weiß auch Kuchen, Kaffee, etc,..) kaufen und sich selbst Kiloweise Teigwaren zusammenstellen. Also wenn das nichts ist, ich weiß es auch nicht..

Und jetzt geht Kekse essen!

*Was natürlich quatsch ist, weil ich die Kekse, die nicht Ausschussware sind auch schon tausendmal probiert habe und die sind natürlich super lecker.
Und nein, ich habe nicht die Kekse gegessen/probiert die nachher verkauft werden, sondern Kekse der Art, die dort verkauft werden. Also die, die ich probiert und gegessen habe wurden nicht nachher verkauft, weil die ja in meinem Magen waren, sondern ich habe mal alle Geschmacksrichtungen durchprobiert. Mann, ihr wisst doch was ich meine. Mein Kopf schwirrt nur grad woanders her und möchte sich nicht um korrekte Ausdrucksweise Gedanken machen.
„Wo finde ich den Automaten/Laden?“ Guckste das Video!

Als ich in deinem Alter war…

15. September 2009

..wurde in der Sendung mit der Maus noch geraucht. fuhren noch S-Bahnen in Berlin.

Für alle die sich selbst nicht mehr daran erinnern können und auch einmal wissen wollen wie einfach und schön es früher war die Stadt von Ost nach West oder Nord nach Süd zu durchqueren, oder auf der von den damaligen Bewohnern der Hauptstadt liebevoll titulierten „Ringbahn“ komplett zu umkreisen gibt es jetzt Abhilfe:

Berliner S-Bahn

Erstellt wurde es „von einem echten Berliner“ und für 18,95€, versandfertig in 1-3 Wochen ist es definitiv schneller da als die nächste S-Bahn.

Advanced Visual Media.

27. August 2009

Design at it’s best.

1. Eigenwerbung in Wuppertal:

Lounche

2. Eigenwerbung eines Reiseunternehmens (gefunden von BdL am Holocaust Mahnmal Berlin (sic!))

Ihr wollt Krieg haben?

Ich lass das einfach mal so stehen..

Ottfried Fischer macht Werbung für eine Möbelhauskette und beendet den Spot mit den Worten: „Die mit dem roten Stuhl.“

Riesige rotangestrichene Sitzgelegenheiten hin oder her, in meinem Kopf entstehen ganz andere Bilder, die mich dazu bringen garantiert niemals in eines dieser Möbelhäuser zu gehen.